Januar 29, 2008...12:43

QTrax legt sich selbst lahm.

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Diese Sache mit QTrax wird immer merkwürdiger. Nachdem sich der erste mediale Hype lichtete, verbreitete es sich wie ein Lauffeuer, dass der “the world’s first free and legal peer-to-peer music service” doch keine Deals mit den Major-Labels hat. Doch anstatt den Ball etwas flacher zu halten, gab’s gestern eine baffige Pressemitteilung, die vollmundig verkündete, dass stündlich 61.000 unique visitors auf der Seite vorbeischauen würden. “This translates to approximately 1,464,000 unique users per day.” Glückwunsch. Und überhaupt sei man in Gesprächen mit den Plattenfirmen.

Lädt man nun den Client herunter, so stellt man (=1,4 Mio. interessierte User) allerdings schnell fest, dass dieser zwar nicht schlecht ist, dass aber eben keine 25 Millionen Songs im Angebot sind. Im Gegenteil: abspielen kann man die Lieder, die man sowieso schon besitzt, die anderen werden angezeigt, sind aber nicht downloadbar. Wie nun immer der Stand der Gespräche mit den Plattenfirmen ist - 1,4 Mio. User werden garantiert nicht jeden Tag zurückchecken, um zu sehen, ob es nun etwas neues gibt.

Da kann CEO Allen Klepfisz nun schimpfen wie er will und Intrigen vermuten: Fakt ist, dass der Dienst ein lautstarkes Versprechen gegeben hat - und nicht in der Lage ist, dieses einzulösen. Und eigentlich sollte jedem klar sein, dass 1. man so etwas nicht macht, 2. QTrax nie mehr ganz ernst genommen werden wird (’Wer einmal lügt dem glaubt man nicht…’) und 3. ein gelungener Startschuss nun wirklich anders aussieht.

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