Januar 25, 2008...4:36

Abodienste sollten ihre Musik loslassen.

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Während man im amerikanische PC Magazine darüber nachdenkt, dass DRM eigentlich doch eine gute Sache war, geht das Wired-Blog mit einem interessanten Gedanken auf die Musikabo-Problematik ein. Denn viele Leute finden die Idee seltsam, für den Rest ihres Lebens an einen Anbieter gebunden zu sein - und bei einem Wechsel oder einer Kündigung ihres Abos auch ihre Musikdatenbanken zu verlieren. Der Vorschlag von Wired’s Van Burskirk: Interoperables DRM. Heißt, dass Abodienste zwar DRMs auf ihre Lieder knallen, diese dann aber untereinander kompatibel sind. Wenn ich nun also bei Napster bin, dann aber ein besseres Angebot auf den Markt kommt, kann ich zu diesem neuen Angebot wechseln.

Diese Idee verstehe ich nicht. Diese Abodienste haben doch sowieso alle x-millionen Songs in ihren Datenbanken. Im Gegenteil: nicht DRM kann hier die Lösung sein. Sondern nur, dass man das macht, was ein Abo gemeinhin heißt: Der Kunde behält seine Musik (ich muss ja auch nicht meine Zeitungen oder Zeitschriften wieder abgeben). Das klingt auf den erste Blick vielleicht gewagt, ist auf den zweiten Blick allerdings nur logisch.

1. Wird hiermit eine neue Dynamik entfaltet, da viele Konsumenten an diese Dienste herangeführt und nicht verschreckt werden. Es spricht dann GAR nichts gegen einen Abodienst.

2. Wird es sicherlich ein paar Leute geben, die einen Monat Mitglied sind und dann ihr Abo kündigen. So what? Jeden Monat gibt es unendlich viele Neuerscheinungen. Ein Großteil der Abonnenten wird ein Interesse haben, diese Neuerscheinungen auch zu nutzen.

3. Selbst wenn ein paar Leute kündigen, ist die Spanne doch nach wie vor sehr groß. Nur die wenigsten geben 15 Euro/Monat für Musik aus. Die, die das tun sind gerade mal 11% der Käufer und verantworten damit zwei Drittel des gesamten Musikumsatzes. Damit ist genug Spielraum vorhanden, um auch ein paar Ausfälle durch bisherige Nichtkäufer aufzufangen. (Quelle: blog.wired.com)

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