Dezember 17, 2007...2:00 Uhr nachmittags

Neue Debatte an der Backe

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Bertelsmann bekommt mit Hartmut Ostrowski einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Neue Chefs müssen natürlich immer hohe Ziele ankündigen. Das hat auch Ostrowski nun getan und in Berlin die Vorgaben für sein Unternehmen bekanntgegeben. Umsatzanstieg von 20 auf 30 Milliarden Euro, organisches Wachstum und und und. Darüber hinaus wird er zitiert mit den Worten, dass der Konzern sich nicht mit Geschäftsteilen belasten wird, die wiederholt ihre Zielvorgaben nicht erreichen. Und sofort hat die Musikbranche wieder eine Debatte an der Backe: Wird Bertelsmann dann seine 50%-Beteiligung an Sony BMG, das allein dieses Jahr einen Verlust von 8 Mio. Euro einfuhr, abtreten? (Quelle: musikwoche.de)

Natürlich, wenn man die Maßstäbe des Vorstands eins zu eins anlegt, dann wird es für das Majorlabel schwer. Aber auf der anderen Seite sollte man die Kirche im Dorf lassen und sehen, worum es hier wohl primär gehen wird: So steht sicherlich nicht als erstes die Musiksparte auf der Verkaufsliste, sondern wohl das US-amerikanische Buchclubgeschäft, um Handlungspielraum zu erwirtschaften. Und dann wird das große Augenmerk darauf liegen, wie die Fernsehsparte zügig modernisiert werden kann, um auch hier langsam aber sicher wirtschaftliche Alternativen zum traditionellen werbefinanzierten TV zu etablieren. Und dann schau mer mal. Für Verkaufsdebatten um Sony BMG ist es noch zu früh.

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