Oktober 23, 2007...5:49 Uhr nachmittags

Apples Risiko

Jump to Comments

Überall war es heute zu lesen: Apple hat ein unglaublich starkes Jahr hingelegt und die Steigerung des Gewinns im letzten Quartal auf fast 1 Mrd. Dollar hinbekommen. Steve Jobs hat aus dem einst verschlafenen Nischen-Computerhersteller einen Multimedia-Giganten geformt. Überraschend ist jedoch, dass nicht nur iPods und iPhones, sondern auch das Kerngeschäft der Kalifornier, nämlich Computer, enorme Absatzsteigerungen verzeichnen können.

Dabei sei die Frage erlaubt, ob es bei diesem veritablen Erfolg auch irgendeine Schattenseite geben kann. Könnte irgendwann Schluss sein? Das Besondere an Apple ist das ständig präsente Understatement. Die Produkte sind cool. Sie besitzen einen extrem großen will-haben-Faktor. Aber dieser Faktor kristallisiert sich aus seiner Exklusivität. Einen iPod zu besitzen ist schon lange nicht mehr spektakulär. Ein iPhone schon. Was aber, wenn viele iPhones haben? Was, wenn nun auch durchschnittliche Excel- und Word-Nutzer den Designern die MacBooks vermainstreamen? Wer ist dann noch bereit, die auch sehr exklusiven Preise zu zahlen?

Und: wer kommt nach Jobs, oder iGod, wie ihn seine Anhänger nennen? Wer schafft es, diese Unternehmensführung aus Lässigkeit und Zielgerichtetheit, gepaart mit Arroganz und scheinbarer Nahbarkeit fortzuführen?

Steve macht einen großartigen Job (Brüller!). Aber er baut ein Unternehmen auf, das Gefahr laufen könnte, in wenigen Jahren ebenso schnell in ein Vakuum zu fallen, da der bisherige Erfolg durch zwei Garanten zustande kam, die nicht auf ewig Bestand haben können: 1. die exquisite Persönlichkeit Jobs und 2. das exklusive Image der Produkte. Wie lange noch? (Quelle: ftd.de)

Eine Antwort hinterlassen