Oktober 22, 2007...7:50 Uhr nachmittags
Zerstört Apple die Musikindustrie?
Details einer interessanten Studie aus Großbritannien sickerten heute erstmals an die Öffentlichkeit. Die Informationen, die von “The Register” bekanntgemacht wurden, räumen mit einigen Argumenten auf. Ich notiere dies unter dem Vorbehalt, dass die Daten 1. noch nicht offiziell bestätigt wurden und 2. somit keinerlei Gewähr über die Repräsentativität der Studie gegeben werden kann.
In dieser Studie, die von Beratern von Campgemini erstellt wurde, wird deutlich, dass die britische Tonträgerindustrie seit 2004 480 Millionen Pfund eingebüst hat. Dabei waren 368 Pfund dem sog. “Unbundling” von Alben geschuldet - also dass Käufer Songs statt ganze Alben kaufen konnten. Dies bedeutet, dass Downloadportale wie iTunes zum größten Teil die gegenwärtige Situation verschulden würden. Es bedeutet aber auch, dass die Piraterie nur für 18 % der Schäden aufkommen würde.
Sollten diese Daten stimmen und auch auf die Märkte anderer Länder übertragbar sein, könnte man schließen, dass beide Seiten der Piraterie-Diskussion einstecken Unrecht hätten: Zum einen würde das Argument der Plattenindustrie nicht mehr ziehen, dass Tauschbörsen die Musikindustrie kaputt gemacht haben. Auf der anderen Seite würde das Argument der Pro-Piraterie-Lobby nicht stimmen, dass P2P-Börsen als Marketing-Tool eingesetzt werden könnten.
Nun, über diese Sache wird sicherlich zu diskutieren sein. Völlig unklar bleibt nämlich, wie diese Zahlen überhaupt zustande kamen… (Quelle: The Register)

2 Kommentare
Oktober 22, 2007 um 8:42 Uhr nachmittags
Wie kamen diese Zahlen überhaupt zustande?
Oktober 22, 2007 um 9:56 Uhr nachmittags
das weiß man ja eben (bis jetzt noch) nicht. mal sehen, ob da in den nächsten tagen noch was kommt…
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