Oktober 13, 2007...4:37 Uhr nachmittags

Dudel-Google. Warum Google die Welt retten könnte.

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Seit einigen Monaten nutze ich meinen Googlemail-Account nur noch online. Warum? Sehr schnell, zuverlässig, übersichtlich, Google-Suche, Google-Talk, blablabla. Außerdem benutze ich: Google-Maps, Google-RSS-Reader, Google-Texte und Tabellen und natürlich die Google-Suche. It’s a Google-World.

Darum kann Google das Musikproblem lösen.

Denn Google sollte einen Musikdienst anbieten. Kostenlos (werbefinanziert) und online nutzbar. Ich behaupte: Dieser Musikdienst würde im Nu den Markt dominieren, die gesamte Branche umstrukturieren und letztlich retten.

Warum Google?

1. Google baut die besten Programme. Innerhalb von wenigen Jahren bin ich mit all meinen wichtigen Anwendungen zu Google umgestiegen. Die Programme sind extrem schnell, sehr übersichtlich, intuitiv bedienbar (probiert mal die Tastatur-Shortcuts bei Gmail). Wenn Google ein Musikprogramm mit den gleichen Voraussetzungen anbieten würde - ich würde auf das lange Laden meiner Mediathek bei iTunes ohne mit der Wimper zu zucken verzichten.

2. Google sucht. Menschen besitzen immer mehr Musik. Es ist ja nicht so, dass die Krise der Musikwirtschaft mit weniger Musikkonsum zusammenhängt. Leute besitzen Dutzende von Gigabyte Musik auf ihren iPods und Rechnern. Es gibt wohl kaum eine bessere Funktion als die Google-Suche, um die Verwaltung von großen Musikmengen zu übernehmen.

3. Google hat wie kein anderer Konzern eine Werbe-Kompetenz im Internet. Google finanziert mir mit Werbung (gegenwärtig) drei GB Mailspeicher. Google finanziert mir meine Routenplanung und ein (noch auszureifendes) Officeprogramm, das bald meine Microsoft-Investitionen obsolet macht. Undundund. Google kann, wie kein anderer Konzern, Musik durch Werbung finanzieren.

4. Google ist ein versierter Außenseiter. Google war nicht die erste Suchmaschine. Aber schnell die beste. Google war nicht der erste Email-Anbieter. Aber schnell einer der populärsten. Das Unternehmen hat die beeindruckende Fähigkeit als Außenstehender in eine Branche einzugreifen und diese umzukrempeln. Das erwartete Betriebssystem für Handys wird dies einmal mehr zeigen. Warum nicht auch in der Musikbranche?

5. Google ist kein Start-Up. Ich bin ziemlich begeistert von Deezer.com. Aber wer kennt Deezer? Wie viele von Deinen Freunden kennen Spiralfrog oder We7? Wer hingegen kennt Google? Alle. Jeder nutzt Google. Wenn Google plötzlich Musik anbieten würde, wäre werbefinanzierte Musik keine Nische und Versuchsobjekt, sie wäre Fakt. Denn Google besitzt globale Marktmacht.

Darum könnte Google die (Musik-)Welt retten. Darum sollten die Majors und Minors anfangen mit den Kaliforniern zu verhandeln. Zu viel wird halbgar ausprobiert. Mit Google wäre das vorbei. Es lässt sich darüber streiten, ob man einem Konzern so viel Macht zugestehen möchte. Aber ich bin überzeugt davon, dass hier ein Modell funktionieren würde und über diesen Weg wieder Geld für die Musik da wäre.

2 Kommentare

  • da ist was wahres dran. bloß wirst du mir nicht konkret genug. wie meinst du das genau? kostenlose musik bei google zum download?!

  • stream. wie die anderen werbefinanzierten dienste.

    die möglichkeit von downloads für den mp3-spieler ist aber natürlich eine option (möglicherweise gegen eine kleine abo-gebühr…).

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