September 29, 2007...8:59 Uhr vormittags
abwarten und tee trinken
Werbefinanzierte Musikdienste wie Spiralfrog oder We7 werden gerade ja heiß diskutiert. Marc Cohen, Blogger von Ad Supported Music Central, schlussfolgert in einem Kommentar über den neuen Amazon-Downloadshop:
“The history of every major media – print, television, radio and the Internet – teaches that selling advertising is the way to monetize an audience’s time spent with a medium. The sooner the record industry heeds this lesson, the sooner their recovery can begin.” (Quelle: hypebot.com)
Bei allem Respekt für werbefinanzierte Musikseiten - was denken sich die Leute wie Cohen eigentlich? Es geht hier um einen Markt von 30 Milliarden Dollar. Sollen die Plattenfirmen denn sagen: hoppla, wir verzichten auf die Millionen, die uns legale Downloads gegenwärtig einbringen, und riskieren den Verlust all dieser bisherigen Einnahmen?! Ist doch klar, dass die nicht sofort alles stehen und liegen lassen, nur weil eine neue, wenn auch vielversprechende, Idee am Horizont auftaucht. Die werden sich da schon Gedanken gemacht haben und abwarten, ob diese neuen »Shops« funktionieren. Wenn ja, umso besser.
Aber dieses Geschimpfe hat doch keine Grundlage. Jeder vernünftige und verantwortungsbewusste Manager, der nur halbwegs bei Verstand ist, muss in so einer Situation abwartend und zurückhaltend sein und kann nicht sofort den ganzen Katalog für umme anbieten. Also: beobachten und falls es geht: mitmachen!

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