September 27, 2007...9:13 Uhr nachmittags
do it yourself
last.fm hat eine Kampagne gestartet, mit der neue/junge Bands gefördert werden sollen. Unter dem Titel »Now Form A Band« wird auf die heutige vorteilhafte Ausgangssituation von Musikern hingewiesen. So werden einfache Wege gezeigt, wie man abseits einer Plattenfirma Aufmerksamkeit generieren kann, wie andere Bands es erfolgreich gemacht haben und: wie viel leichter der Erfolg heute sein sollte im Gegensatz zu den Zeiten der Beatles.
Sicherlich ein richtiger, wenn auch nicht ganz uneigennütziger Ansatz, Bands zu ermutigen, ihre Karriere proaktiv zu gestalten und die Chancen der Veränderungen wahrzunehmen. Auf der anderen Seite muss man sich nichts vormachen: ohne eine Plattenfirma (und Promoter und Agenten und A&Rs und Booker und sogar Buchhalter) geht es einfach nur bis zu einem bestimmten Grad. Dass die Musiker verstärkt auch businessorientiert auftreten (sollten und könnten), ist gesetzt. Das Problem ist eher, dass die wenigsten Künstler sich als Manager sehen (Mick Jagger ausgeschlossen). Insofern ist natürlich der Ansatz völlig richtig, das Musiker-Unternehmertun zu fördern. Allerdings wird es letzten Endes nicht unter Ausschluss der Industrie gehen, sondern sollte eher als Mittel dienen, um diesem Ziel näher zu kommen. (Quelle: nowformaband.last.fm)

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