Januar 30, 2008
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ab sofort gibt es ein völlig überholtes, neues, schöneres und grundsätzlich tolleres COMMENTMUS!C unter
http://www.commentmusic.com
Ich bitte darum, alle Bookmarks und Feed-Abos zu ändern und entschuldige mich für diese Umständlichkeit. Leider ließ sich kein anderer technischer Weg realisieren. Dafür wartet nun eine schöne neue Welt auf uns (oder so).
Wichtig: Diese Seite wird nicht weiter betrieben! Alle neuen (und auch alle alten) Posts gibt es ab sofort nur unter der oben angegebenen Adresse!
Januar 29, 2008
Diese Sache mit QTrax wird immer merkwürdiger. Nachdem sich der erste mediale Hype lichtete, verbreitete es sich wie ein Lauffeuer, dass der “the world’s first free and legal peer-to-peer music service” doch keine Deals mit den Major-Labels hat. Doch anstatt den Ball etwas flacher zu halten, gab’s gestern eine baffige Pressemitteilung, die vollmundig verkündete, dass stündlich 61.000 unique visitors auf der Seite vorbeischauen würden. “This translates to approximately 1,464,000 unique users per day.” Glückwunsch. Und überhaupt sei man in Gesprächen mit den Plattenfirmen.
Lädt man nun den Client herunter, so stellt man (=1,4 Mio. interessierte User) allerdings schnell fest, dass dieser zwar nicht schlecht ist, dass aber eben keine 25 Millionen Songs im Angebot sind. Im Gegenteil: abspielen kann man die Lieder, die man sowieso schon besitzt, die anderen werden angezeigt, sind aber nicht downloadbar. Wie nun immer der Stand der Gespräche mit den Plattenfirmen ist - 1,4 Mio. User werden garantiert nicht jeden Tag zurückchecken, um zu sehen, ob es nun etwas neues gibt.
Da kann CEO Allen Klepfisz nun schimpfen wie er will und Intrigen vermuten: Fakt ist, dass der Dienst ein lautstarkes Versprechen gegeben hat - und nicht in der Lage ist, dieses einzulösen. Und eigentlich sollte jedem klar sein, dass 1. man so etwas nicht macht, 2. QTrax nie mehr ganz ernst genommen werden wird (’Wer einmal lügt dem glaubt man nicht…’) und 3. ein gelungener Startschuss nun wirklich anders aussieht.
Januar 28, 2008
Auch wenn diese Nachricht weniger Aufsehen erregen wird, als die Veröffentlichung von “In Rainbows”: Die britische Rockgruppe The Charlatans tut es den Kollegen von Radiohead gleich und veröffentlicht das nächste Album (You cross my path) ab 3. März für einen frei wählbaren Preis. Ende Mai gibt es dann CD und Vinyl. Chapeau! (Quelle: news.com)
Januar 28, 2008
Nachdem also nun alle Major-Labels erklärten, keinen Deal mit QTrax abgeschlossen zu haben, gab der neugegründete Onlinedienst bekannt, dass er trotzdem mit den Katalogen derselbigen starten will. Auf die Frage, ob er nicht mit Klagen rechnen würde, antwortete QTrax CEO Allen Klepfisz: “The answer is nobody has threatened us with a thing.”
Ich schließe mich dem Kollegen Glenn Peoples von coolfer.com an: “File this under How Not To Launch A Product.” (Quelle: Coolfer.com)
Januar 28, 2008
Ups. Anders als bisher berichtet, und auch anders als die große Medieninszenierung von QTrax es hat vermuten lassen, hat bisher keine Major-Plattenfirma einen Deal mit dem neuen P2P-Dienst. Man stehe zwar in Verhandlungen, aber noch sei nichts in trockenen Tüchern.
Dann halte ich erstens das großspurige Auftreten des neuen Dienstes für fragwürdig. Und zweitens kann das ganz schnell wieder zusammenbrechen, wenn Lizenzfragen auf den Tisch kommen. Uiuiuiui… (Quelle: alleyinsider.com via nicorola.de)
Januar 28, 2008
Wie von der MIDEM zu hören ist, wird Amazon bald auch in Europa und Asien den MP3-Downloadshop einführen. Ein genaues Datum war allerdings noch nicht zu vernehmen. Interessant wird es mit Sicherheit auf dem deutschen Markt werden, wo sich iTunes und Musicload den Markt praktisch aufteilen. Bewegung tut gut! (Quelle: musikwoche.de)
Januar 28, 2008
Mit einigem MIDEM-Gedöns ist heute nacht um 12 Uhr (EST) mit QTrax das erste werbefinanzierte, und damit legale!, P2P-Portal an den Start gegangen. Es ist eines der ersten seiner Art und insofern spannend, da alle großen Plattenfirmen mit am Tisch sitzen und ihre Kataloge lizensiert haben. Das bedeutet, dass insgesamt 25 Millionen Songs zur Verfügung stehen (zum Vergleich: iTunes hat ca. 6 Mio. Lieder im Angebot). Große Werbekunden wie McDonald’s und Ebay sorgen dabei für die Finanzierung des Ganzen.
Unklar ist noch, wie die technischen Details aussehen. Denn offensichtlich wird Microsofts DRM eingesetzt, ein spezieller Player ist vonnöten. Das wiederum macht das Ganze etwas unübersichtlich. Da muss man mal schauen, wie sich das ganze entwickelt. Der Plan ist, dass ab Februar mobile Geräte, ab März Macs und ab April iPods eingebunden werden.
Wie auch immer der Service funktionieren wird, eines ist jetzt schon klar: Da bewegt sich gerade viel. Offensichtlich sind die Plattenfirmen bereit, nach Jahren der relativen Angststarre, wieder mehr zu wagen und auch solche Unternehmungen zu unterstützen. Eins ist aber auch klar: eine gute Idee, die schlecht oder mäßig umgesetzt wird, hat auch in der Vergangenheit meist nicht funktioniert (von Popfile bis Napster). Die Anzeichen bezügl. DRM und eigenem Player sind zumindest fragwürdig. Ob sie ein Hinderungsgrund für eine rasche Marktdurchdringung sein werden, muss sich zeigen. (Quelle: heise.de)
Januar 25, 2008
Während man im amerikanische PC Magazine darüber nachdenkt, dass DRM eigentlich doch eine gute Sache war, geht das Wired-Blog mit einem interessanten Gedanken auf die Musikabo-Problematik ein. Denn viele Leute finden die Idee seltsam, für den Rest ihres Lebens an einen Anbieter gebunden zu sein - und bei einem Wechsel oder einer Kündigung ihres Abos auch ihre Musikdatenbanken zu verlieren. Der Vorschlag von Wired’s Van Burskirk: Interoperables DRM. Heißt, dass Abodienste zwar DRMs auf ihre Lieder knallen, diese dann aber untereinander kompatibel sind. Wenn ich nun also bei Napster bin, dann aber ein besseres Angebot auf den Markt kommt, kann ich zu diesem neuen Angebot wechseln.
Diese Idee verstehe ich nicht. Diese Abodienste haben doch sowieso alle x-millionen Songs in ihren Datenbanken. Im Gegenteil: nicht DRM kann hier die Lösung sein. Sondern nur, dass man das macht, was ein Abo gemeinhin heißt: Der Kunde behält seine Musik (ich muss ja auch nicht meine Zeitungen oder Zeitschriften wieder abgeben). Das klingt auf den erste Blick vielleicht gewagt, ist auf den zweiten Blick allerdings nur logisch.
1. Wird hiermit eine neue Dynamik entfaltet, da viele Konsumenten an diese Dienste herangeführt und nicht verschreckt werden. Es spricht dann GAR nichts gegen einen Abodienst.
2. Wird es sicherlich ein paar Leute geben, die einen Monat Mitglied sind und dann ihr Abo kündigen. So what? Jeden Monat gibt es unendlich viele Neuerscheinungen. Ein Großteil der Abonnenten wird ein Interesse haben, diese Neuerscheinungen auch zu nutzen.
3. Selbst wenn ein paar Leute kündigen, ist die Spanne doch nach wie vor sehr groß. Nur die wenigsten geben 15 Euro/Monat für Musik aus. Die, die das tun sind gerade mal 11% der Käufer und verantworten damit zwei Drittel des gesamten Musikumsatzes. Damit ist genug Spielraum vorhanden, um auch ein paar Ausfälle durch bisherige Nichtkäufer aufzufangen. (Quelle: blog.wired.com)
Januar 25, 2008
Also, folgende nennenswerte Zahlen enthält der Report des amerikanischen Musikverbandes IFPI:
- Avril Lavigne hat im letzten Jahr die meisten Downloadtracks verkauft: 7,3 Mio. mal ging ihr “Girlfriend” über den virtuellen Ladentisch.
- Der globale digitale Musikmarkt stieg 2007 um 2,9 Milliarden Dollar an.
- Damit macht der digitale Markt mittlerweile 15% der weltweiten Musikverkäufe aus (2006: 11%, 2003: 0%).
- Interessant ist, dass keine andere Unterhaltungsindustrie solch eine digitale Reichweite hat: Zeitungen liegen bei 7%, Filme bei 3% und Bücher bei 2% (Anteile der digitalen an den Gesamtumsätzen).
- Die IFPI schätzt, dass das Verhältnis von illegalem zu legalem Liedgut 20 zu 1 beträgt.
Das ist alles in allem nicht schlecht. Aber eben nicht gut genug…
(Quelle: via hypebot.com. Hier ist der Report)
Januar 24, 2008
Und plötzlich wird alles etwas spannender: Last.fm hat einen umfassenden Deal mit allen Majors und 150.000 Independent-Labels vereinbart. Demnach kann der Radiodienst zukünftig kostenlose Streams von allen Songs anbieten - on-demand und in voller Länge. Ein Novum, dass die Plattenfirmen da mitziehen. Die Songs werden über Werbung finanziert. Einzige Einschränkung im Augenblick noch: jeder Song darf nur dreimal abgespielt werden.
Allerdings geht es auch spannend weiter: Wenn man ein Lied öfter hören möchte, kann man auch das Angebot eines neu eingerichteten Abodienstes nutzen. Damit wirft ein gewichtiger Spieler seinen Hut in den Ring der Musikabonnements. Das könnte für einige Bewegung in diesem Segment führen. (Was bisher noch nicht klar ist, ist die Frage, ob die Songs dann auch auf MP3-Spielern gespielt werden können. Wenn ja, auf welchen? Auch iPods?)
Grundsätzlich ist das alles nichts neues. Musik-Abos gibt es schon (rhapsody, napster) und werbefinanzierte Dienste auch (deezer, we7, spiralfrog). Allerdings ist Last.fm mit 20 Millionen Usern im Monat bereits ein Schwergewicht und kann deshalb durchaus für neue Impuls sorgen. Denn durchgesetzt haben sich diese Konzepte bislang noch nicht. Etwas Wettbewerb von einem neuen Spieler, kann zu mehr Bewegung bei den Unternehmen führen und die Konsumer an diese Ideen gewöhnen. Darüber hinaus ist die Kombination der beiden Dienste bisher noch nicht probiert worden. Alle anderen Anbieter praktizieren ein entweder-oder. Ist also alles ganz spannend. Abwarten… (Quelle: digitalmusicnews.com und pressemitteilung)
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